
Feuerwehrumzug in der Vorderreihe (Foto: Bernd Scheel)
Darüber waren sie sich schnell einig, die Travemünder Freiwillige Feuerwehr und die sieben Wehren, die aus der Umgebung zum 120jährigen Jubiläum der Travemünder gekommen waren: Keine Uniformjacken, keine Krawatten. Auch so war der Umzug mit der “Brassband der Freiwilligen Feuerwehren Bad Schwartau” an der Spitze eine schweißtreibende Angelegenheit. Zu den einsatzbereiten, roten Fahrzeugen, die vom Gerätehaus auf dem Baggersand durch die Kurgartenstraße, die Rose und die Vorderreihe zogen, gesellte sich noch ein feuerroter Oldtimer (der heutzutage als “Hörmobil” unterwegs ist).
Auf dem Fährplatz angekommen, übernahm “Timmerhorst” aus Haffkrug zunächst das Kommando im Festzelt und animierte das Publikum trotz tropischer Temperaturen “mit dem Jung mit’m Tüdelband” zum Mitmachen.

Umzug bei gut 30 Grad im Schatten (Foto: Bernd Scheel)
Wehrführer Martin Grage bezog sich in seiner Begrüßung auf den Ursprung der Travemünder Freiwilligen Feuerwehr, eine Feuersbrunst vor 120 Jahren, als die Feuerwehr Lübeck noch eine halbe Stunde bis nach Travemünde brauchte. Den Gästen wünschte er drei “supertolle Tage”.
Der stellvertretende Stadtpräsident Peter Sünnenwold nannte die Feuerwehrleute “Helden des Alltags”, die unter Gefährdung “ihres eigenen Lebens, ihrer eigenen Gesundheit” Leben retten und schützen. Landesbrandmeister Detlef Radtke beklagte, dass es immer schwieriger sei, Freiwillige zu finden.

Peter Sünnenwold (li), stellvertretender Stadtpräsident Lübecks, mit Wehrführer Martin Grage (Foto: Bernd Scheel)
Kurdirektor Uwe Kirchhoff wusste zu berichten, dass er es nach Aufnahme seiner Tätigkeit in Travemünde schnell gelernt habe, dass man sich mit zwei Organisationen in Travemünde nicht anlegen sollte: Dem Sportverein TSV und der Freiwilligen Feuerwehr, denn die brauche man dauernd, ob nun zum Volkslauf, zum Aufstellen des Maibaums oder bei Fackelumzügen.
Gern gesehene Festredner waren auch Bernhard Rogge von der Raiffeisenbank, der einen Scheck über 500 Euro überbrachte, sowie Jens Oehlckers von der “Travemünder Dienstleistungs- und Handwerkergemeinschaft” (TDHG) und Regina Riebe-Kulzer vom “Kiwanisclub Travemünde”, die Schecks über je 1000 Euro überreichten. Damit ist schon mal der Grundstock für das neue Feuerwehrboot gelegt.
Danach wurde in die tropische Nacht getanzt, nur unterbrochen vom sehr guten besuchten und stimmungsvollen “musiksynchronen Feuerwerk”, das von der Trave aus abgebrannt wurde.
bs
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