Am nördlichen Ende der Strandpromenade – an der ehemaligen Badeanstalt und dem heutigen Yachthafen Möwenstein, wo einst ein Riese namens „Möwes“ die Schiffer mit seinen Steinwürfen drangsalierte – beginnt das bis zu zwanzig Meter hohe Brodtener Ufer, das eindrucksvollste Kliff der schleswig-holsteinischen Ostseeküste.
Vor rund 12000 Jahren kam hier das aus Skandinavien stammende Erdreich, das die Gletscher der letzten Eiszeit vor sich hergeschoben hatten, zum Stillstand. Und seit es die Ostsee und die Nordoststürme gibt, wird das Ufer in jedem Winter abgetragen, durchschnittlich um 80 Zentimeter pro Jahr.
Diesen Prozess können auch die Findlinge des Söhrmann-Damms und das gut hundert Jahre alte Wäldchen am Anfang des Steilufers nur verlangsamen, aber nicht verhindern. In den letzten Jahren hat sich durch die kalten Winter der Abbruch erheblich verstärkt und den Warnschildern ist unbedingt Folge zu leisten.