“Elli” klingt ja erstmal eher ein bisschen hausbacken und nicht nach Hochgeschwindigkeit und Supertechnologie – die vier Buchstaben wollen in den rechten Zusammenhang gestellt werden, und dann bilden sie den Kern von “itelligence”, der gleichnamigen Softwareschmiede. Deren Vorstandsvorsitzender Herbert Vogel, langjähriger Katamaran-Fan, entwickelte in Eignergemeinschaft mit den 14fachen Travemünder Woche-Siegern Helge und Christian Sach den High Speed Katamaran M32. Die Gebrüder Sach sind Mitglieder des Lübecker Yacht-Clubs, und so wurde der M32 auch in den Räumen des LYC an der Travepromenade erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt: Eine Weltpremiere!
Das schrie nach einer prominenten Taufe, und dafür war Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe gekommen: “Ich taufe dich auf den Namen ‘Elli’ und wünsche dir allzeit eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.”
von Bernd Scheel
Auf rund dreißig Knoten bringt es der M32, das sind etwa 55 Kilometer pro Stunde. Möglich macht das Carbonfiber, die sonst eher in der Formel 1 Verwendung findet. Nur 450 Kilogramm wiegt das rund zehn Meter lange Boot. Andere Katamarane vergleichbarer Größe bringen gut das doppelte Gewicht auf die Waage. Auf schwere Hydraulik wurde verzichtet (“alles von Hand”). Unter dem Strich, so Helge Sach, macht der M32 “einen irren Spaß”. Das kostet. Etwa 165.000 Euro.
In den nächsten Tagen geht es zu einer Regatta auf dem Gardasee, aber am 18. September kehrt das Hightechboot nach Travemünde zurück und parkt dann am Yachthafen Möwenstein. Aber nicht nur das. Drei bis vier Segler finden Platz auf der “Elli”, und so können, je nach Wind und Wetter, auch ein bis zwei Gäste mitgenommen werden. Auch dieser Törn ist nicht ganz billig, wird so bei 150 bis 200 Euro liegen, aber da ist dann auch alles inklusiv samt Kleidung, Ausrüstung und dem obligatorischen Begleitboot. – Mit fünfzig Sachen und den Sachs über die Lübecker Bucht!
Mehr Info: www.sach-team.de
von Bernd Scheel