Die "Jazz Lips"- sie stehen nicht zum ersten Mal bei "Travemünde jazzt" auf der Bühne - das ist immer wieder ein eine großartige Band-Performance, aber alle Mitglieder sind auch hervorragende Solisten. Das ist immer wieder beeindruckend, wenn der eigentlich zur Rhythmusgruppe gehörende Tubist Hendrik Jan Tjeerdsma mit seinem gewaltigen Instrument als Solist in die erste Reihe vortritt.
Für besondere Höhepunkte sorgen die "Jazz Lips" mit ihren Gästen. In Travemünde standen sie auch schon mit Lilian Bouttè auf der Bühne, und heute war wieder Gregory Boyd mit seinen "Pans", seinen Steeldrums, an der Reihe. Der ist nicht nur ein großartiger Steeldrummer, sondern auch ein guter Entertainer, der das Publikum mitzunehmen weiß.
Das zahlreich erschienene Publikum ließ sich gern mitnehmen im Brügmanngarten, in dem wieder die Farbe Rot dominierte. Rote Gerbera auf der Bühne und den Tischen und natürlich die knallroten Liegestühle, die in den letzten Jahren zum Markenzeichen für Travemünder Veranstaltungen geworden sind. Auch Speisen und Getränke sind durch die Jazzschule gegangen: Da gibt es das "Bistro Chicago Classics", die Bar "Blue Nights" und die Espresso-Bar "Lazy Afternoon".
Morgen geht es um halb zwölf weiter mit der "Riverside Jazz Connexion", die neben Dixieland auch Blues und Swing draufhaben. Da kommt dann der Kontrabass ins Spiel. Freuen darf das Publikum sich auch auf Helmar Marczinski, den hervorragenden Saxophonisten und Klarinettisten. Um 14.30 Uhr folgt Shreveport Rhythm mit Hot Jazz und Swing und um 17.30 Uhr steht dann - endlich wieder! - die Oriental Jazzband aus den Niederlanden mit ihrer neuen Sängerin Vita Pagie auf der Bühne. - Ob sie es wieder schaffen, zu Publikumslieblingen zu werden wie 2008 und 2009? Die "Oriental Jazzband" kommt am Sonntag noch einmal um 11.30 Uhr.
Das Abendprogramm bestreiten die "Blues Shacks". Da geht's dann richtig ab im Brügmanngarten.
Bernd Scheel