Knapp war das Ergebnis auch im neu geschaffenen Wahlkreis Ostholstein-Süd, zu dem Travemünde bei Landtagswahlen jetzt gehört. Die SPD-Kandidatin Sandra Redmann konnte sich in den Bezirken Stockelsdorf und Bad Schwartau durchsetzen, auch in dem zum Wahlkreis gehörenden Teil von Kücknitz behielt sie die Nase vorn, aber das reichte am Ende nicht. Scharbeutz und Travemünde wählten mehrheitlich CDU. Hartmut Hamerich wurde direkt gewählt mit 38,7%, bei den Zweitstimmen lag er mit 32,3% vor Redmann mit 32,0%. In Travemünde konnte Redmann lediglich im Wahllokal 1003 in der Stadtschule mit 325 Erststimmen gegenüber 241 Stimmen für Hamerich bestehen. (Zweitstimmen: 309 zu 200).
Beide hatten einen überzeugenden Wahlkampf geführt, in dem auch die immer wieder auftretenden Konflikte zwischen Lübeck und Travemünde eine Rolle spielten. Im neuen Wahlkreis ist Travemünde mit Scharbeutz und Timmendorfer Strand mit ähnlicher Interessenlage vereint. Das könnte auch zu Konflikten mit Lübeck führen, was beiden Kandidaten klar war.
In Travemünde schnitt die FDP mit 11,0 Prozent überdurchschnittlich gut ab, während die Grünen leichte Verluste hinnehmen mussten. Auch für die Piraten war Travemünde nicht das ideale Terrain: 6,3% gegenüber 8,2% im Land. Die LINKE konnte sich nicht im Landesparlament halten.
In den beiden Lübecker Wahlkreisen dominierte die SPD unangefochten, Thomas Rother fuhr mit 45,4% das zweitbeste Ergebnis landesweit ein. Wolfgang Baasch erhielt 42,1% der Erststimmen.
Bernd Scheel